Mit Find Penguins ein wunderschönes Reisetagebuch führen
© Find Penguins

Mit Find Penguins ein wunderschönes Reisetagebuch führen

Menschen mit Kindern im Haushalt werden es kennen: Die wenigen Minuten Ruhe des Tages findet man nur auf dem Klo. Man redet ja schließlich nicht ohne Grund von „sanitärerer Entspannung“. Da kann man dann schon mal das Machdeburger Tageblatt durchlesen, die Aktienkurse studieren, irgendwas auf dem Handy daddeln oder ganz hemmungslos durch Social Media scrollen. Bei einer dieser Sitzungen bin ich kürzlich auf eine spannende kleine App gestoßen, die ich als Mensch, der gerne in der Welt herumreist, sehr nützlich finde. Möglich, dass ich hier schon wieder mal zu spät zur Party komme. Nachfolgend kurz vorstellen möchte ich sie Euch aber trotzdem. Sie heißt Find Penguins.

Tatsächlich war ich schon eine Weile auf der Suche nach einer einfach und intuitiv zu bedienenden App, mit der ich meine Reise um die Welt dokumentieren kann. Quasi als virtuelles Pendant zu einer physischen Weltkarte, in die man Stecknadeln hineinsteckt, um zu markieren, welche Länder und Städte bereits von der Bucketlist abgearbeitet wurden. In dem Zusammenhang: Eine Empfehlung für eine echte Karte, entweder mit Pins oder zum Freirubbeln oder wie auch immer, nehme ich gerne. Wenn Ihr da was kennt, lasst es mich gerne wissen. Und nu zurück zu Find Penguins.

Vorgeschlagen wurde mir die App bei Threads (Ihr findet mich bei Bedarf hier). Werbeopfer, das ich ja nun einmal bin, tippte ich die Anzeige an, landete im App Store, bestaunte die Screenshots und die vielen positiven Bewertungen – und vor allem den Umstand, dass die App nicht nur kostenlos geladen werden kann, sondern es überdies keinerlei kostenpflichtige In-App-Käufe gibt! Ja samma, wo gibt es denn so was heute noch?! Offensichtlich: hier.

Die App, die früher Premium-Accounts angeboten hatte, finanziert sich mittlerweile wohl über den Druck von Fotobüchern, die man aus seinem Reisetagebuch erstellen kann. Und da ich die Möglichkeit habe, Unterkünfte und Touren an bestimmten Orten zu buchen, werden möglicherweise auch Provisionen an die Entwickler ausgeschüttet, sofern ich mich dazu entschließe, beispielsweise über booking.com eine Bleibe zu buchen. Ist mir am Ende aber auch völlig schnurz. Derzeit gibt es weder Werbung noch kostenpflichtige Abos, und das hat in der heutigen Zeit definitiv Seltenheitswert!

© Roman Jasiek / Nicole Isensee / Find Penguins

Man lädt sich die kleine App runter, legt sich ein Benutzerkonto an, damit man seine Reise(n) mit anderen teilen oder sie auch hinzufügen kann, und schon kann es losgehen, sein Reisetagebuch zu füllen. Dies geschieht entweder live, wenn man gerade unterwegs ist, via Travel Tracker, oder auch nachträglich für vergangene Reisen. Der Travel Tracker muss manuell gestartet werden und zeichnet die zurückgelegte Route automatisch im Hintergrund auf. Entweder alle 5 Minuten oder aber alle 5 Sekunden. Ein neuer Wegpunkt wird jedoch nur getrackt, wenn mindestens 200 Meter zum vorherigen Wegpunkt zurückgelegt wurden. Der Tracker soll Flüge automatisch erkennen, offline funktionieren und akkusparend arbeiten. Testen konnte ich dies bisher nicht, da ich derzeit nicht groß unterwegs bin und im Moment auch keine Reise auf dem Zettel steht. Ich habe stattdessen angefangen, vergangene Reisen zu dokumentieren.

Das geht ziemlich einfach: Ich wähle Start- und Enddatum aus, füge den Ort hinzu, ggf. stelle ich die Privatsphäre ein (zum Beispiel, dass nur Follower sehen können, wo ich mich herumgetrieben habe), wähle die passenden Kategorien aus und kann dann noch einen Text hinzufügen, um die Reise zu beschreiben. Was ich in der App nicht mache. Da ich mich bekanntlich niemals kurz fassen kann, lest Ihr hier im Blog von den Reisen. Anschließend kann ich für jeden Tag des Trips sogenannte Footprints hinzufügen und diese wiederum mit Fotos (bis zu 25 je Footprint), kurzen Videos, Dokumenten, GPX-Dateien usw. anreichern. Ist alles nach eigenen Wünschen erledigt, sehe ich die Reise in einem schick gestalteten Feed, der um eine hübsch animierte Weltkarte angereichert wurde, auf die Footprints mit Verbindungslinien eingezeichnet sind. Ich bekomme hier also eine wirklich wunderschöne Möglichkeit, meine Reisen zu dokumentieren. Und damit so viel mehr als nur eine App, die virtuelle Stecknadeln verwaltet.

Ferner bietet die App auch Statistiken (welche Distanz habe ich insgesamt zurückgelegt, wie viel Prozent der Welt habe ich bereits erkundet usw.), die Möglichkeit, Fly-over-Videos meiner Reise zu erstellen, und ich kann überdies schauen, welche anderen Reisenden in der Nähe sind, um mir beispielsweise von deren Trips Anregungen und Inspirationen für meine Bucketlist zu holen. Reisen anderer kann ich nämlich direkt in der Bucketlist der App speichern. Zur Planung einer künftigen Tour kann ich Find Penguins last but not least nämlich auch verwenden.

Sicher gäbe es noch mehr zu erzählen zu diesem tollen Zufallsfund, aber ich würde die Sache an dieser Stelle abkürzen wollen und sagen: Probiert Find Penguins einfach mal aus! Ich habe derzeit das Gefühl, dass die App ein neuer Dauergast auf einem Smartphone sein und sich als Ergänzung zu Swarm von Foursquare (bei Bedarf, hier mein Link), das ich primär wegen der Gamification und dem Merken von insbesondere Restaurants nutze, etablieren wird. Die App gibt es sowohl für Apple Devices als auch im Google Play Store. Und mein Profil bei Find Penguins findet Ihr hier.

Roman Jasiek

Hi, ich bin Roman! Ich bin ein Kind der 80er und schreibe seit Ende der 1990er-Jahre Dinge ins Internetz. Mein Herz schlägt für Musik, Comics, Collectibles, Essen, Reisen, Wandern und meine Lieblingsmenschen. Ich lebe und arbeite in Gardelegen.