Ausgepackt: Ben Grimm / The Thing (Fantastic Four: First Steps) von Hot Toys
© Roman Jasiek

Ausgepackt: Ben Grimm / The Thing (Fantastic Four: First Steps) von Hot Toys

…und da ist das Ding! Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen. Für die mitunter… nun ja, eigenwillige Namensgebung, die Marvel seinen Helden angedeihen lässt, kann ich allerdings auch nüscht, wa? Zurück zum Thema: An diesem Wochenende konnte ich während meines Landgangs, so nenne ich inzwischen meine kurzen Abwesenheiten aus der Reha-Klinik, The Thing von der Firma Hot Toys in Empfang nehmen. Angelehnt ist diese Figur im Maßstab 1:6 an den Film Fantastic Four: First Steps. Das war im vergangenen Jahr einer der Filme, die mir wirklich gut gefallen haben und der mich heute noch immer wieder begeistert. Bevor ich nachher also wieder in Richtung Klinik aufbreche, lasse ich noch ein paar fernschriftliche Eindrücke vom Unboxing hier. Ich hatte ja neulich schon angedeutet, dass ich künftig wieder öfter Figuren vorstellen möchte. Und nebenbei beiße ich mir auf die Finger, sich förmlich selbst schreibende, schlechte Wortspiele zu vermeiden.

Schon die Verpackung lässt die Vermutung zu, dass es sich hier um einen ziemlich großen Buben handelt. © Roman Jasiek

Im Zuge des Filmstarts von Fantastic Four: First Steps hatte Hot Toys diverse Figuren angekündigt. Einmal natürlich die fantastische Superfamilie, bestehend aus Reed, Sue, Johny und eben Ben Grimm (oder eben: Das Ding / The Thing), sowie auch Galactus. Vorbestellt sind alle, ich kann ja auch nichts dafür, und gerade bei Galactus hoffe ich inständig, dass der mit seinen angekündigten mehr als 70 Zentimetern Größe in das für ihn angedachte Vitrinenfach passt. Aber damit befasse ich mich, wenn es soweit ist.

Der Erste von vier

Die erste Figur der Fantastischen Vier ist nun also Ben Grimm, bzw. The Thing. Schon die Größe und das Gewicht des Kartons lässt erahnen, dass wir es hier mit einem ganz schön großen Jungen zu tun haben. Für diejenigen, die es interessiert: Vorbestellt hatte ich die Figur vor vielen Monden beim belgischen Shop La Cité des Nuages, ein in Sammlerkreisen sehr renommierter Shop. Die sind nicht nur zuverlässig und die wertvolle Frachten stets tipptopp bestens verpackt, nö, dadurch dass LCDN in der EU ansässig sind, entfällt auch die Einfuhrgebühr in Form von Steuern und Zollkosten. Etwas, das auf die auf Sammler zukommt bzw. zukommen kann, wenn die Bestellung beispielsweise drüben im fernen Hongkong getätigt wird.

Der bei vielen Sammlern ach so heilige Shipper, also der eigentliche Versandkarton, interessiert mich nach wie vor nicht und ist direkt im Altpapier gelandet. Interessanter ist da schon die eigentliche Verpackung, manchmal auch Art Box genannt. Diese ist hinsichtlich der Gestaltung durchaus hübsch geraten und passt mit ihrer hellen, freundlichen Gestaltung (farblich vor allem orange, weiß und hellblau) zum optimistischen und gleichzeitig auch retrofuturistischen Look des Films. Allerdings hat Hot Toys hier die Chance ungenutzt gelassen, die Box irgendwie besonders zu machen, sei es doch einen auffällig gestalteten Schuber oder durch besondere Materialien bzw. Lacke. Da war in der Vergangenheit schon manches Mal mehr für Sie drin.

Überschaubare Menge an Zubehör

Egal, man erwirbt so eine Figur für gewöhnlich ja nicht, um sie in ihrer Verpackung versauern zu lassen, sondern um sie in einer Vitrine auszustellen und sich daran zu erfreuen. Und ja, kaum ist die Verpackung geöffnet, bestätigt sich die anfängliche Vermutung, es beim Ding mit einem ganz schönen Brocken zu tun zu haben! Halleluja,ein breites Kreuz! Es fehlt mir bislang ein Hulk (oder vergleichbarer Bollide) in meiner Sammlung, vermute aber, dass man dort ähnlich staunend die Figur aus dem wie immer ziemlich öden Plastikträger herausnimmt, um sie von verschiedenen Plastikfolien zu befreien. The Thing ist nicht nur mindestens doppelt so breit wie seine anderen Hot-Toys-Kollegen, sondern aufgrund seiner Masse auch um einiges schwerer.

Links das offizielle Produktfoto, rechts das ausgelieferte Produkt. Liegt hier nicht wirklich weit auseinander. Es wäre allerdings auch überraschend gewesen. © Hot Toys / Roman Jasiek

Noch etwas wird beim Auspacken der Figur schnell offensichtlich: Das Zubehör ist in diesem Fall sehr überschaubar. Neben der Figur selbst sowie dem obligatorischen Aufsteller (auch hier: Modell „Crotch-Grabber“) liegen der Figur drei Paar Hände zum Auswechseln bei sowie ein zweiter Kopf. Wer den Film gesehen hat, erinnert sich vielleicht: Irgendwann hatte Ben sich einen Bart stehen lassen. Wie auch immer das bei einem Ding aus Gestein funktioniert. Na wie auch immer, der zweite Kopf bildet dieses Aussehen nach. Wie gesagt, viel Zubehör ist es nicht, aber übermäßig beweglich ist das Ding ohnehin nicht. Wer sich mit dem Posieren von Sixth-Scale-Figuren beschäftigt, hat hier vermutlich nicht sonderlich viel zu tun.

Groß, schwer und ganz schön gut. © Roman Jasiek

Meines Erachtens wie üblich sehr gut gelungen sind die geschneiderten Klamotten der Figur. Das sieht einfach direkt aus, wie aus der Leinwand in die Echtwelt herübergebeamt. Meines Wissens ist es möglich, Ben auch mit freiem Oberkörper aufzustellen. Etwas, das ich nie ausprobieren werde. Es war mir schon viel zu fummelig, dem kürzlich bei uns eingezogenen Loki die Jacke anzuziehen (Auslieferzustand: nur das Hemd mit den hochgekrempelten Ärmeln). Ich habe dabei immer irgendwie ein bisschen Schiss inne Büchs, irgendwas kaputt zu machen. Und dafür sind mir diese Figuren doch zu teuer. Ich gebe zu, ich bewundere alle Sammler, die mit ihren Figuren die dollsten Dinge veranstalten, und bestaune die vielen fetzigen Fotos, die dabei herauskommen, gehöre aber ganz eindeutig nicht dazu. Ich bin schon froh, mich halbwegs von der sogenannten Museumspose verabschiedet zu haben. Wobei Ben, und damit schließt sich der Kreis, hier auch nur so herumsteht, wie er aus der Packung entnommen wurde.

Die Menge an Zubehör ist in diesem Fall sehr überschaubar. © Roman Jasiek

Likeness: Auf den Punkt

Ein ganz wichtiges Thema bei Figuren dieser Art ist ja die sogenannte Likeness, also die Ähnlichkeit mit dem dargestellten Charakter. Das ist bei einer Figur, die auf einem computergenerierten Charakter basiert, irgendwie blöd zu beurteilen. Natürlich sieht das Ding aus wie das Ding! (Ja, ich weiß, der Satz ist seltsam.) Alles andere wäre aber auch irgendwie merkwürdig. Was mir gut gefällt, ist dass Hot Toys es geschafft hat, die richtige Mimik für beide Kopfvarianten zu finden. Ben steht gerade bei uns neben Loki und Sylvie, ebenfalls von Hot Toys, und wartet auf den Rest seiner Familie. Und beinahe wirkt es so, als würde er den Wortgefechten der Beiden, wie sie in der Marvel-Serie Loki zu erleben waren, stumm und teilnahmslos lauschen und sich denken: euch brennt doch der Helm!

Meines Erachtens ist der Figurenbude aus Hongkong hier wieder eine richtig tolle Figur gelungen! Eine, die direkt nach dem Auspacken richtig viel Spaß macht. Dass wir noch keine hundertdrölfzig Varianten davon haben (looking at you, Iron Man), sondern hier quasi erstmals das Ding als Figur umgesetzt wurde, die – so seltsam das auch tönen mag – gleichermaßen film- als auch comicakurat wirkt, hat daran gewiss einen großen Anteil. The Thing hat das Potenzial zum heimlichen Liebling in der eigenen Sammlung. Ich freue mich nun auf den Rest der Gang (und Galactus!), die gerne so nach und nach eintrudeln dürfen.

© Roman Jasiek

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Roman Jasiek

Hi, ich bin Roman! Ich bin ein Kind der 80er und schreibe seit Ende der 1990er-Jahre Dinge ins Internetz. Mein Herz schlägt für Musik, Comics, Collectibles, Essen, Reisen, Wandern und meine Lieblingsmenschen.