Eingang des koreanischen Restaurants Seoul Garten in Magdeburg mit bunten Blumenkästen und Laternen © Roman Jasiek
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Lecker Schnabulieren in Magdeburg: Seoul Garden am Breiten Weg

Dass wir gerade erst im Kino gewesen waren, um uns an der filmischen Wiederbelebung von Masters of the Universe zu erfreuen, davon hatte ich Euch an dieser Stelle gerade erst erzählt. Im Zuge unseres Ausflugs ins Lichtspielhaus folgten wir einer liebgewonnenen Tradition: Lecker schnabulieren.

Eigentlich hatten wir vor, ins Qilin in der Otto-von-Guericke-Straße zu gehen. Dort hatte ich im Rahmen eines Betriebsausflugs schon zweimal gespeist und war seinerzeit jeweils ganz angetan von den gebotenen Speisen, vom Ambiente und was eben noch so zu einem gelungenen Abend in einem Restaurant gehört. Leider hat sich das Personal an diesem Tag, an dem wir erneut einzukehren gedachten, derart wenig mit service- und kundenorientiertem Ruhm bekleckert, dass wir quasi instant das Lokal wieder verließen. Ich will nicht sagen, dass die beiden Herren, die uns quasi empfingen, scheiße unfreundlich waren, aber… Wobei, doch. Eigentlich will ich gerade genau das sagen. Aber es ist ja gar kein Problem, wenn man dort unser mühselig verdientes Geld nicht möchte, dann kehren wir auch gerne woanders ein und essen eben dort.

Speisekarte des Seoul Garten in Magdeburg mit der Sektion Koreanische Gerichte und Korean BBQ-Grill-Angeboten © Roman Jasiek
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Und so zogen wir weiter und landeten schließlich im Seoul Garden am Breiten Weg. Fairerweise sei erwähnt, dass dies schon als Option am Vorabend im Raum stand, als wir noch darüber nachdachten, wo wir vor unserem Kinobesuch unsere Bäuche befüllen könnten.

Seoul Garden findet Ihr, sofern Ihr auf der Suche nach einem koreanischen Restaurant seid, an folgender Adresse: Breiter Weg 224 in 39104 Magdeburg. Was dort für Speisen angeboten werden, habe ich somit ebenfalls gerade direkt verraten, sofern sich das aus dem Namen des Restaurants nicht ohnehin schon erklärt haben sollte.

Bibimbap in einem heißen Steinnapf mit Spiegelei, Gemüse, Fleisch und schwarzem Sesam im Seoul Garten Magdeburg © Roman Jasiek
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Wir kehrten dort an einem Donnerstag gegen 18 Uhr ein, unserem Empfinden nach die beste Abendbrotszeit. Vor allem dann, wenn um 19:30 Uhr der Besuch im Kino auf dem Zettel steht. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs war die Bude überschaubar gefüllt, eine Reservierung wäre also nicht notwendig gewesen. Diese kann aber per Mail oder Telefon erfolgen. Details dazu liefert die ansprechend gestaltete Website des Restaurants. Als grundsätzlich ansprechend empfanden wir das Ambiente, auch wenn ich mich des Eindrucks nicht gänzlich erwehren konnte, dass man hier konzeptuell auf eine eher schnellere Essensabfertigung setzt. Freilich, es ist kein Schnellrestaurant, bei dem man sich schon vorab die Gerichte an einem Touchscreen auswählt, noch ehe man seinen Hintern auf einem der Sessel niedergelassen hat. Dennoch: Für einen ausgedehnten Aufenthalt war mir das alles eine Spur zu unpersönlich. Das mögt Ihr vielleicht anders empfinden. Im Seoul Garden kann man auch in einem kleinen Außenbereich Platz nehmen, was im Sommer in den Abendstunden sicher eine überlegenswerte Option ist, wenn der Verkehr auf dem Breiten Weg zur Ruhe gekommen ist. Bis dahin würde zumindest ich nicht so gerne in derart unmittelbarer Nähe von Fahrbahn und Straßenbahnschienen sitzen oder gar essen und trinken wollen.

Dessert-Menükarte des Seoul Garten auf dem Tisch, davor ein Aperol Spritz und mit Orangenscheibe und einem Glas Litschisaft © Roman Jasiek
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Das Restaurant wirbt damit, dass dort eine Mischung aus koreanischen Klassikern, Fusion-Elementen ostasiatischer Küche sowie moderner Präsentation geboten werden soll, und ich habe keinen Grund, dieser Selbsteinschätzung zu widersprechen. Die Karte bietet eine vielfältige Auswahl, ohne dabei erschlagend zu wirken, und beinhaltet unter anderem Klassiker wie Bibim Bab. Also quasi Reis, diverse Sorten Gemüse, Fleisch oder Tofu, Spiegelei, und wird in einem ordentlich angewärmten Steintopf serviert. Auf ein ebensolches Gericht fiel auch meine Wahl, angereichert mit leckerem Hühnerfleisch. Nicole entschied sich für Dak Galbi. Sprich: Zumindest der Karte nach leicht scharfes Hühnerfleisch, das in einer Chili-Bohnenpaste mariniert wurde, und dazu Sesamöl, Zwiebeln und ein paar Blätter Salat. Bezüglich der Getränke entschieden wir uns für Aperol Spritz (für Nicole, serviert wurde eine stattliche Portion!) und Litschisaft (für mich).

Dak Galbi auf heißer gusseiserner Platte: gebratene Hähnchenstreifen mit Zwiebeln in dunkler Sauce, garniert mit Frühlingszwiebeln und Sesam, dazu geformter Reis mit schwarzem Sesam und gemischter Blattsalat mit Gurke, Radieschen und Tomaten; im Hintergrund ein Glas Aperol Spritz © Nicole Isensee
© Nicole Isensee

Der Eindruck einer eher flotten Abwicklung kam auch dadurch zustande, dass wir kaum unsere Getränke vor uns hatten und ins Gespräch eingestiegen waren, als schon unsere Gerichte serviert wurden. Ich habe die Zeit nicht gemessen, aber es ging wirklich schnell. Und das Essen, das kann man guten Gewissens sagen, sah sehr ansprechend präsentiert aus – ach, was labere ich denn hier, es sah wirklich lecker aus! – duftete gut und ließ direkt das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und gerne berichten wir hiermit, dass der optische und olfaktorische Eindruck auch von den Geschmacksnerven bestätigt wurde. Sehr, sehr lecker war das! Sehr bekömmlich und gut sättigend ebenfalls. Wenn wir einen Kritikpunkt, und sei er noch so klein, äußern müssten: Wir hätten etwas mehr Pepp vermutet bei Gerichten, die mit „leicht scharf“ auf der Karte deklariert wurden. Von Schärfe konnte unseres Erachtens nach hier keine Rede sein.

Für alles in allem aufgerundet 45 Euro (inkl. Trinkgeld) haben wir ein sehr gutes, sehr schnell zubereitetes und sehr bekömmliches Abendessen genießen dürfen, das den insgesamt positiven Eindruck, den wir vom Seoul Garden gewonnen hatten, noch verstärkt hat – und da spielte das Ambiente und besonders auch die Freundlichkeit des Personals mit rein! Eine Auswahl zu treffen, ist uns angesichts der Speisekarte gar nicht so leicht gefallen. Da uns dieser Ausflug in die Welt der koreanischen Küche aber, wie Ihr vielleicht herausgelesen habt, wirklich gut gefallen hat, kommen wir bei Gelegenheit sehr gerne wieder und probieren weitere Köstlichkeiten aus.

Roman Jasiek

Hi, ich bin Roman! Ich bin ein Kind der 80er und schreibe seit Ende der 1990er-Jahre Dinge ins Internetz. Mein Herz schlägt für Musik, Comics, Collectibles, Essen, Reisen, Wandern und meine Lieblingsmenschen. Ich lebe und arbeite in Gardelegen.