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# Lachende und weinende Augen: A Night with ROTERSAND + SONO am 16. Januar 2015 in der Meier Music Hall in Braunschweig
- URL: https://www.romanjasiek.de/lachende-und-weinende-augen-a-night-with-rotersand-sono-am-16-januar-2015-in-der-meier-music-hall-in-braunschweig/
- Published: 2015-01-17T07:17:00.000Z
- Updated: 2026-09-05T08:41:35.000Z
- Author: Roman Jasiek
- Tags: Konzerte, #MeierMusicHall, #Sono, #Rotersand, #arweave-txid--8xvYa9oUU6pGS2K349bBClCzKqjm9wlbd8QELyRHd0, #arweave-hash-22dedf625873d3eb

Der nachfolgende Konzertbericht entstand mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil der Abend rundherum als gelungen bezeichnet werden kann und muss. Weinend, weil es aus bekannten Gründen davon nicht mehr viele geben wird. Aber das ist jetzt nicht das Thema. Stattdessen soll es uns heute hier um **A Night with ROTERSAND + SONO** gehen, die am Freitag, den 16\. Januar 2015 in unserem Wohnzimmer, der **Meier Music Hall** Braunschweig, stattgefunden hat. Ursprünglich war die Veranstaltung schon für letztes Jahr angedacht. Sie ist jedoch aus Gründen auf den besagten Termin verschoben worden. Auch gut, so konnten **Braunschweiger Konzertgänger** das neue Jahr gleich mit einem Knüller beginnen. Lasst mich Euch davon berichten.

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© Sideshowmick

Wer sich ähnlich wie wir gegen 19 Uhr auf dem zukünftigen Parkplatz der **Volkswagen Financial Services** (...!), heute noch unser geliebtes **Meier**, einfand, bekam zunächst einen überschaubaren Parkplatzfüllstand präsentiert. Zwar wurde es im Verlaufe des Abends noch voller, von einem ausverkauften Haus kann wohl aber leider nicht die Rede gewesen sein. Elektroköppe, wo wart Ihr?! Nun ja. Zumindest konnte so auch in den vorderen Reihen in Ruhe getanzt werden und **Rasc** von **ROTERSAND** hatte später noch genügend Platz für direkten Kontakt mit dem Publikum. Schön auch: Es waren Gäste anwesend, die wir zuletzt bei **Seabound** im April 2014 in gleicher Kulisse begrüßt haben, und es fanden tatsächlich Leute den Weg in die heiligen Hallen, die bis dato noch nie im **Meier** gewesen waren. Besser spät als gar nicht mehr, was?

Nach den üblichen Begrüßungsritualen und der Grundversorgung mit Getränken gingen kurz nach 20 Uhr die Lichter an für **SONO**. Das **Hamburger Trio**, bestehend aus **Lennart A. Salomon** (Gesang, Gitarre), **Martin Weiland** und **Florian Sikorski** (beide Keyboards) hatte mit ihrem manchmal ein bisschen minimalistisch anmutenden Electro-Pop das Publikum ganz schnell auf seiner Seite. Ein Blick in die glücklichen Gesichter der ausgelassen tanzenden Gäste in den vorderen Reihen zeigte: Ajo, das kommt hier gerade richtig gut an!

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© Roman Jasiek. 

Zwischendurch erklärte **Lennart**, dass man es nach ihrem Besuch in der **Löwenstadt** vor etlichen Jahren (damals noch im **Jolly Joker**) immer wieder mal probiert habe, zurückzukommen, es aber jedes Mal aus Gründen gescheitert sei. Und nun stehe das **Meier** kurz vorm Abriss und sie seien hier und brächten die guten Zeiten mit. Yay! Egal ob nun das poppige **Perfect Harmony**, das treibende **Better** oder das technoide **2000 Guns –** es schien egal, welchen Song die **Hamburger** herausholten, das Publikum nahm alles dankbar an. Als **Lennart** bei **Naked** sich der Krawatte und der Weste entledigte, gab es dafür Pfiffe vom weiblichen Publikum. So manche Dame schien hier wohl heimlich auf mehr gehofft zu haben?

Die im Oktober des letzten Jahres veröffentlichte Single **Supersonic** fehlte genauso wenig im Set wie der Überflieger **Keep Control**. Angesichts des Umstandes, dass die nachfolgenden **ROTERSAND** nicht mehr ganz so viel Bewegung vom Publikum ernteten, schlich sich wohl nicht nur bei uns der Eindruck ein, dass so mancher Gast vorrangig wegen **SONO** den Weg ins Wohnzimmer unternommen hatte. Nach einer guten Stunde war das Konzert vorbei. Ein Jammer, dass wir eine Wiederholung in dieser Form wohl nicht mehr bekommen werden.

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© Sideshowmick

Setlist SONO:

1. Intro
2. Flames Get Higher
3. Perfect Harmony
4. A New Cage
5. 2000 Guns
6. All Those City Lights
7. Always Something Missing
8. The Brightest Star
9. Keep Control
10. Supersonic
11. Open the Door
12. Naked
13. What You Do
14. Better

Zugabe:

1. Blame

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© Sideshowmick

Nach der Pause ging es anschließend weiter mit den **Gelsenkirchener Elektronikern** von **ROTERSAND**. Zunächst war es **Krischan**, der sich auf der Bühne hinter den **MacBooks** einrichtete und schon mal so langsam die **Merging Oceans** auf das Publikum losließ. Kurz danach betrat **Rasc** die Bühne, bewaffnet mit zwei Lichtstrahlern, mit denen er wie mit Lichtschwertern durch das Dunkel des **Meier** fuchtelte. Dieser Abend war bekanntlich der Abschluss der gemeinsamen Tour mit **SONO**. Und da die Herren **ROTERSAND** bis auf ein Remix-Album sowie eine neue Single kein neues Material am Start haben, gestaltete sich das Konzert als eine Art Best-of-Programm, in dem kein geliebter Klassiker fehlte. Die neue Single **Electric Elephant** übrigens ebenso wenig. Auch wenn sie es zunächst eilig gehabt zu haben schienen und die ersten Songs übergangslos präsentierten.

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© Roman Jasiek

Bemerkenswert war vor allem, dass **Rasc** immer wieder die Nähe zum Publikum suchte. **ROTERSAND** schienen, genau wie **SONO** vor ihnen, richtig Bock auf den vor ihnen liegenden Abend gehabt zu haben. Zweimal ist **Rasc** während der Show von der Bühne in die Menge gehüpft und hat quasi mitten unter uns performt. Als Höhepunkt muss **A Strange Kind Of Love** erwähnt werden, der **Peter-Murphy-Klassiker** aus 1989, den **Rasc** in Begleitung einer Akustikklampfe darbot. Vorher erklärte er uns, dass **Murphy** ja eines seiner großen Idole sei. Das offizielle Set endete mit dem Knaller **War On Error** vom 2009er Album **Random Is Resistance**.

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© Roman Jasiek

Nachdem **Rasc** und **Krischan** die **Bühne** verlassen hatten und das Publikum vor sich hin applaudierte, kam bei uns kurz das Gefühl auf, das man immer bekommt, wenn sich irgendwo peinliches Schweigen ausbreitet – würde hier noch nach Zugabe gerufen werden? Für einen kurzen Augenblick waren wir uns nicht so sicher, die Gäste wirkten insgesamt beim zweiten Programmpunkt des Abends doch ein wenig müde. Ob das an dem Schatten des nahenden Endes der **Meier Music Hall** lag, der stets über allem schwebt, was nun noch dort stattfindet? Man weiß es nicht.

Aber: Die Rufe nach Zugabe kamen erfreulicherweise doch noch. Zumal es sich **ROTERSAND** durchaus auch sehr verdient hatten, dass man sie zurück auf die Bühne bittet. Die erste Zugabe war **Undone**, für die man sich **Lennart** von **SONO** mit auf die Bühne holte. Abgeschlossen wurde das Konzert mit der zweiten Zugabe **Exterminate Annihilate Destroy**, ebenfalls begleitet von **Lennart**. Und siehe da, hier war abschließend noch einmal richtig Bewegung im Abschnitt. Na bitte, **Braunschweig –** geht doch.

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© Sideshowmick

Setlist ROTERSAND: 

1. Intro
2. Merging Oceans
3. Lost
4. Dare To Live
5. Waiting to Be Born
6. Electric Elephant
7. A Strange Kind of Love (Peter Murphy Cover)
8. First Time
9. Almost Violent
10. Bastards Screaming
11. Electronic World Transmission
12. War On Error

Zugabe:

1. Undone (mit Lennart A. Salomon)
2. Exterminate Annihilate Destroy (mit Lennart A. Salomon)

Nach dem Konzert standen **ROTERSAND** und **SONO** am Merch-Stand noch für Gespräche mit den Gästen oder für gemeinsame Fotos zur Verfügung. In der Anschlussveranstaltung **United Underground** wurde auf beiden Floors des **Meiers** noch bis in die frühen Morgenstunden getanzt. Unter anderen Umständen würden wir sagen: Das war ein toller Abend mit zwei gelungenen Konzerten und einer prima Aftershowparty, die Bands können gerne wiederkommen. Dass wir uns teilweise mit den Worten »Falls wir uns nicht mehr wiedersehen...« von anderen Gästen verabschiedeten, verdeutlicht, dass das wohl nicht mehr passieren wird. Es ist und bleibt ein Jammer!

Dennoch: Danke **SONO** und **ROTERSAND**, danke **Thorsten** von **Advanced Music**, dem Team der **Meier Music Hall** sowie **DJ Jeanny** für einen schönen Abend, an den wir gerne zurückdenken werden. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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© Sideshowmick