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# Die Macht von KI, Social Media, Google & Co. und eine Chance für unabhängige Publisher
- URL: https://www.romanjasiek.de/die-macht-von-ki-social-media-google-co-und-eine-chance-fur-unabhangige-publisher/
- Published: 2026-09-21T09:00:40.000Z
- Updated: 2026-09-21T09:00:48.000Z
- Author: Roman Jasiek
- Tags: Tagebuch, #arweave-txid-C_Wg6VD4NnHX5NHoiWv1mgt1HN17Y5GJTUoWS9aJF4k, #arweave-hash-63f007e851a03af4

[**Thomas Gigold**](https://gigold.me/?ref=romanjasiek.de) hat in seinem Newsletter [**Social Media Morgen**](https://www.socialmediamorgen.de/?ref=romanjasiek.de) etwas erzählt, das mich nun endgültig auf die Spur brachte, endlich mal niederzuschreiben, was mich schon länger umtreibt. **Social Media** ist in meinen Augen tot. Social ist da nach meinem Empfinden schon lange nichts mehr. Und wer nicht willens oder in der Lage ist, das nötige Kleingeld in die Hand zu nehmen, damit die eigenen (geteilten) Inhalte die eigenen Follower erreichen, wird es künftig noch schwerer haben, sich gegen die Algorithmen zu behaupten.

## Das ist die Lage

**Thomas** schreibt: »Facebook rationiert Link-Posts in Tests. In einem erweiterten Probelauf dürfen betroffene Facebook-Seiten nur noch zwei Link-Posts pro Monat veröffentlichen. Wer mehr will, braucht Meta One for Business, Publisher-Seiten sind ausgenommen. Offiziell angekündigt hat Meta nichts, die Info erscheint als Pop-up bei Seitenmanagern. Weil Meta One auch bei Instagram die Zahl der Links nach Tarif staffelt, könnte die organische Link-Distribution schrittweise kostenpflichtig werden.«

Es ist wohl nicht abwegig anzunehmen, dass künftig generell in die Tasche greifen muss, wer seine externen Inhalte bei **Facebook** teilen möchte, damit Interessierte sie im eigenen Feed zu sehen bekommen. In meinem Fall, so kann ich es mir zumindest gut vorstellen, bedeutet das, einen bestimmten Betrag in die Hand zu nehmen, um einen Link zu einem Blogbeitrag überhaupt posten zu können. Dass man Beiträge kostenpflichtig bewerben muss, um die Reichweite (auch innerhalb der eigenen Gefolgschaft) zu erhöhen, ist ja schon sehr lange so. Für einen Blog, der keine Einnahmen generiert, sondern nur der Unterhaltung und der Information und manchmal auch des Einblicks in das Leben des Autors wegen existiert, ist in diesem Punkt der ungewollte Freifahrtschein in die Unsichtbarkeit. Blogbeiträge zu schreiben, von deren Existenz niemand weiß, ist in etwa so ergiebig wie Selbstgespräche.

Ein anderes Thema ist **Google**. Früher brachten die Suchmaschinen, allen voran **Google**, ordentlich Besucher auf eine Website. Seitdem der Suchmaschinenriese aber KI-generierte Antworten anzeigen lässt, noch bevor die ersten echten Treffer angezeigt werden, ist das sehr stark rückläufig. Und mal unter uns, Freunde: Wie oft habt Ihr, nachdem Ihr eine Suchanfrage gestellt habt, nach dem Ausspielen der KI-Antwort noch auf einen der nachfolgenden Links geklickt? Oder wenigstens eine der Quellen aufgesucht, die **Google** für die Antwort herangezogen hat? Eben.

**KI, Facebook** bzw. **Social Media**, **Google** bzw. die Suchmaschinen… das alles entwickelt sich zusehends in sehr rasantem Tempo in Walled Gardens, die ihre Nutzer innerhalb ihres eigenen Mikrokosmos einschließen. Und ihnen nur noch die Sachen vorsetzt, für die jemand aus monetären Gründen und mit gleichen Mitteln dafür gesorgt hat, dass Ihr sie seht. Kleinere, unabhängige Blogger, Publisher und Creators werden dabei Stück für Stück unsichtbarer, denke ich. Fürchte ich.

## Chancen für Indie-Publisher/Creators

Was nun also tun?

Ich werde meine **Social-Media-Kanäle** weiterhin behalten und ich werde auch weiterhin tun, was mir möglich ist, damit **Google** meinen Blog indiziert und im besten Fall meine Texte als Treffer ausspielt oder als Quelle angibt. Aber mein Engagement bezüglich der Distribution meiner veröffentlichten Posts hat sehr nachgelassen und wird es künftig auch noch mehr. Aufwand und Nutzen stehen einfach in keinem für mich sinnvollen Verhältnis mehr.

Nach meiner derzeitigen Überzeugung besteht die Chance für uns Indies nur im direkten Kontakt mit den Menschen, die sich für unsere Inhalte interessieren. Und hier sehe ich **Newsletter** als das schärfste Schwert im Kampf gegen die Übermacht der großen Konzerne an. Natürlich bietet jeder moderne Blog die Möglichkeit, einem Blog über einen sogenannten [**RSS-Feed**](https://www.romanjasiek.de/rss/) zu folgen. Auch damit würden neue Beiträge automatisch nach Veröffentlichung in die dafür vorgesehene App der Wahl eingespielt. Hier sehe ich aber die Einstiegshürde als viel zu hoch an und auch als zu problematisch, sich nur darauf zu verlassen. Eine zusätzliche App, noch dazu das nötige (technische) Wissen um die Existenz von **RSS**, schließt, so vermute ich, viele Leser aus. Es würde hier dann nur noch das Prinzip Hoffnung greifen: Hoffen, dass es ein paar Leute gibt, die diese Extrameile gehen, und ansonsten hoffen, dass Leute regelmäßig den eigenen Blog im Browser aufrufen. Halte ich für naiv. Ohne das irgendwie negativ werten zu wollen und mich selbstverständlich einschließend: Menschen sind bequem. Die Inhalte sollen zu ihnen kommen, ohne irgendwelchen Extra-Aufwand.

Da halte ich Newsletter, die automatisch den neuesten Beitrag in die Postfächer der Abonnenten pushen, für die vielversprechendste Lösung. Ja, auch einen Newsletter muss man abonnieren. Ich vermute hier die grundsätzliche Bereitschaft dazu aber höher als bei anderen Lösungen. Und ein Mail-Programm hat nun wirklich jedes Smartphone und jeder Rechner mit an Bord.

## „Was tun?“, sprach Zeus

Und hier kommt Ihr, die Leser, ins Spiel. Wer bereits meinen Newsletter abonniert hat, kann die folgenden drei Absätze überspringen.

Der Newsletter, den man hier im Blog abonnieren kann, hat keine andere Funktion, als Euch quasi umgehend den neuesten Beitrag frei Haus in den Briefkasten zu liefern. Und das nicht nur als Auszug oder Teaser, der Euch zurück auf den Blog locken soll, sondern ungekürzt und in voller Länge. Einzig um einen Kommentar zu hinterlassen, müsstet Ihr wieder zurück auf die Website. Ansonsten kommen alle Inhalte druckfrisch und brühwarm direkt nach Veröffentlichung zu Euch.

Und das ist alles.

Keine Werbung. Keine vermeintlich exklusiven Inhalte, die Euch irgendwie irgendwelches Geld aus der Tasche ziehen sollen. Wer hier also regelmäßig reinschaut und die elektronische Briefpost noch nicht bekommt, sei an dieser Stelle nochmals herzlichst eingeladen, den Blog via Newsletter zu abonnieren. Vor allem dann, wenn man nichts verpassen möchte. Social Media, das haben wir ja eingangs festgestellt, ist immer weniger eine verlässliche Quelle für Updates hier bei mir.

Wer den Newsletter schon abonniert hat und regelmäßig mitliest: Auch an Euch habe ich eine Bitte. Empfehlt mich weiter. Leitet Beiträge, die Euch gefallen haben, gerne per Mail weiter. Oder erzählt anderen davon, wenn Ihr Menschen kennt, von denen Ihr wisst, dass meine Themen sich mit deren Interessen decken. Es steckt wahnsinnig viel Arbeit hier in diesem Blog und ich freue mich über jeden, den ich damit unterhalten und/oder informieren kann.

Der Macht der großen Konzerne können wir nur gemeinsam entkommen. Das Internet besteht nicht nur aus bezahlter Werbung und KI‑Antworten. Noch nicht. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass es so bleibt. Ein [**Newsletter-Abo**](https://www.romanjasiek.de/signup/) bei den unabhängigen kleinen Publishern ist eine sehr, sehr wirkungsvolle Maßnahme. Danke Euch. 🙏